Angebote für Studienabschlussarbeiten (Master, Bachelor, Diplom, Forschungspraktika) am Lehrstuhl
Functional and biophysical characterization of a multifunctional linker protein for application in the brewing industry
(Master-/Bachelor-/Diplomarbeit, Betreuerin Bahar Abrishamchi 08161 / 71 2623, Beginn ab sofort, Sprache der Abschlussarbeit: Englisch)
The aim of this project is to investigate an established multifunctional linker protein used in the brewing industry, with a particular focus on the contribution of each of its individual domains. The protein consists of four distinct parts, and it is hypothesized that these regions may interact with one another under specific buffer conditions. Such intramolecular or intermolecular interactions could influence the protein’s stability, purification behavior, aggregation tendency, and overall functionality.
To better understand the role of each domain, a series of derivative proteins will be designed and produced, each containing selected combinations of the original protein components. These derivatives will be systematically characterized to determine how the presence or absence of specific regions affects protein expression, purification efficiency, aggregation behavior, and functionality. By comparing the behavior of the full-length linker with its derivatives, this project aims to clarify the structural and functional contribution of each protein part and to identify potential domain-specific effects relevant to its application in food biotechnology.
Verbesserung der rekombinanten Proteinproduktion in Komagataella phaffii durch Co-Expression von Chaperon-Proteinen
(Master-/Bachelor-/Diplomarbeit, Betreuerin Dr. Anna Morabbi Heravi, 08161 / 71 3662, Beginn ab sofort, Sprache der Abschlussarbeit: Englisch)
Die effiziente Produktion rekombinanter Proteine ist für eine Vielzahl von Branchen von entscheidender Bedeutung. Im biopharmazeutischen Sektor werden Hefen zur Herstellung von Impfstoffen, therapeutischen Enzymen und Hormonen eingesetzt. Auch in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie wächst das Interesse an ihrer Verwendung zur Herstellung neuartiger Enzyme, natürlicher Aromastoffe und Verarbeitungshilfsmittel. Eine Hefeart namens Komagataella phaffii eignet sich hierfür hervorragend als „Zellfabrik“, da sie zu hohen Dichten heranwachsen und Proteine effizient absondern kann. Allerdings gerät die Zelle während der Produktion häufig unter Stress, was zu geringen Ausbeuten des gewünschten Proteins führt.
In dieser Arbeit wird der Einfluss von zellulärem Stress auf die Produktion rekombinanter Proteine in K. phaffii untersucht. Chaperon-Proteine werden co-exprimiert, um die Proteinfaltung und die Sekretionseffizienz zu verbessern. Das Protein von Interesse, PrA, eine stressbezogene Protease aus Bierhefe, dient als Modellsystem. Verschiedene rekombinante Stämme werden konstruiert und unter unterschiedlichen Kultivierungs- und Induktionsbedingungen analysiert. Während dieser Arbeit sammeln Sie praktische Erfahrungen in den Bereichen molekulare Klonierung, Hefetransformation, grundlegende bioinformatische Analyse, Proteinanalyse (z. B. SDS-PAGE, Aktivitätsassays) und Fermentation.
Ziel des Projekts ist es, die Probleme zu verstehen, die die Proteinproduktion in Hefe einschränken, und zu testen, ob die Co-Expression von Chaperon-Proteinen eine gute Strategie ist, um diese Probleme zu lösen und die Endausbeute zu steigern.
Vergleichende Bewertung technologischer Entflockungsmethoden für obergärige Hefekonglomerate
(Bachelor-/Diplomarbeit, Betreuerin Bahar Abrishamchi, 08161 / 71 2623, Start: 01.03.2026)
Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Entwicklung einer zuverlässigen Entflockungsmethode, die die Dissoziation von Hefekonglomeraten in Einzelzellen ermöglicht und damit eine anschließende altersabhängige Separation und Charakterisierung erlaubt. Die Methode soll die Zellintegrität, Lebensfähigkeit und den physiologischen Zustand erhalten, um ihre Eignung für nachgelagerte biologische Analysen sicherzustellen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Entwicklung und Etablierung einer Multiplex-PCR zur spezifischen Detektion hitzeresistenter Schimmelpilzsporen in Fruchtsäften
(Bachelor-/Diplomarbeit, Betreuerin Jiawen Zhang, 08161 / 71 2623, Start: ab sofort)
Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Entwicklung einer spezifischen Multiplex-PCR zur schnellen Detektion hitzeresistenter, fruchtsaftschädlicher Schimmelpilzsporen. Dabei sollen in einem einzigen PCR-Ansatz ausschließlich jene Schimmelpilzstämme nachgewiesen werden, die das jeweilige artspezifische Zielgen tragen. Der Fokus liegt dabei auf einer hohen analytischen Spezifität bei gleichzeitiger Reduktion des zeitlichen Analyseaufwands. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Untersuchung der Spezifität der Proteinbindung von vernetztem Kraft-Lignin
(Master-/Bachelorarbeit, Betreuerin Antonia Korbmacher, 08161/71-2623, Beginn ab sofort)
Lignin ist ein vielversprechendes, nachhaltiges Material zur Stabilisierung von Getränken. In bisherigen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass die Vernetzung von Kraft-Lignin die Bindungsaffinität gegenüber Proteinen erhöht. Unklar ist jedoch, ob diese Bindung spezifisch gegenüber bestimmten Proteinfraktionen erfolgt und wie sich typische Getränkekomponenten wie Ethanol, Zucker, Säuren oder Polyphenole auf die Affinität auswirken. In dieser Arbeit soll mittels HPLC untersucht werden, ob vernetztes Kraft-Lignin gezielt bestimmte Proteine bindet und wie die Getränkematrix die Bindungsaffinität und -kapazität beeinflusst.
Development of Sustainable edible coating materials for Food Packaging Applications
(Masterarbeit, Betreuerin Dr. Parisa Pedram, 08161/71-2622, Beginn ab sofort)
The increasing demand for sustainable packaging materials has increased interest in developing biocomposites for food packaging applications. This project aims to contribute to this field by developing sustainable biocomposites using agro-waste biopolymers and reinforcing agents. The project will involve formulating biocomposites by varying these materials' ratios and processing conditions. Optimization of the formulation will be carried out to achieve desirable mechanical strength and barrier properties. Characterization of the developed biocomposites will be performed through physical and mechanical tests, including assessments of tensile strength, flexibility, water vapor transmission rate, and oxygen permeability. These tests will provide valuable insights into the performance of the biocomposites for food packaging applications.
Laser und künstliche Intelligenz in der Milcherzeugnisbewertung
(Bachelor-/Masterarbeit, Betreuer Tianliang Wang, 08161/71-2622, Beginn ab sofort)
Das Forschungsprojekt „Laser und künstliche Intelligenz in der Milcherzeugnisbewertung“ zielt darauf ab, ein neuartiges Instrument zu entwickeln, das durch die Kombination von optischen Technologien und KI-Algorithmen eine umfassende Bewertung von Milchprodukten ermöglicht. Dieses Instrument kann auf nicht-invasiver Weise die Schlüsselparameter von Milch genau bestimmen, einschließlich des komplexen Moduls (der die rheologischen Eigenschaften widerspiegelt), der Proteinkonzentration sowie der Partikelgrößenverteilung von Fett und Protein.
Durch den Einsatz von Laserspeckle-Bildgebung und KI-Algorithmen zur Analyse dieser Parameter wird eine effiziente und genaue Charakterisierung von Milchprodukten erreicht. Diese Technologie hat einen erheblichen Wert bei der Bewertung physikalischer Eigenschaften von Flüssigkeiten und kann nicht nur zur Qualitätskontrolle von Milch und Milchprodukten eingesetzt werden, sondern auch auf andere Flüssigmaterialien in den Bereichen Lebensmittel, Pharmazie und Chemie übertragen werden, um die Produktqualität und Prozessoptimierung zu verbessern. Weitere Informationen zur Abschlussarbeit
Entwicklung und Optimierung eines adaptiven CIP-Prozesses (Cleaning in Place) unter Verwendung von Inline-Messungen
(Bachelorarbeit/Masterarbeit/Forschungspraktikum, Betreuer Yogesh Sharma, 08161/71-3491, Beginn ab sofort)
Um eine ausreichende Reinigung von Rohrsystemen zu gewährleisten, sind Cleaning-in-Place (CIP)-Verfahren in der Lebensmittelindustrie bisher häufig überdimensioniert. Dies führt jedoch zu hohen Kosten und einer Verschwendung von Energie und Ressourcen. Um künftig Reinigungsverfahren optimieren zu können, sind Inline-Messungen zur automatisierten Überwachung und Steuerung von CIP-Prozessen erforderlich. Hierfür soll in der aktuellen Arbeit ein am Lehrstuhl entwickeltes Inline-Messsystem mit Offline-Messungen (Gravimetrie, Photometrie, etc.) verglichen und validiert werden. Fokus ist die Ermittlung der Effektivität der Reinigungsverfahren anhand Reinigungsversuchen an einer CIP-Pilotanlage unter Variation der Reinigungsparameter.
In dieser Arbeit soll die Reinigung spezifischer Lebensmittelmatrices für den Reinigungsschritt alkalische Reinigung unter Variation von Zeit und Temperatur charakterisiert werden. Die Reinigungsleistung wird zum einen mit Inline-Sensoren (Ultraschall, Leitfähigkeit und Trübung) überwacht sowie mit Offline-Referenzmessungen (gravimetrisch und photometrisch) referenziert werden. Nachfolgend soll der Versuchsstand automatisiert werden, wodurch die Reinigung anhand der Inline-Sensoren angepasst werden kann. Abschließend werden die Reinigungsschritte kombiniert und ein optimales Reinigungsregime entwickelt, um Zeit und Kosten für die Reinigung zu sparen.
Untersuchung von Mehlen mit einem multispektralen Messsystem
(Master-/Bachelor-/Diplomarbeit, Betreuer Ronny Takacs, 08161/71-2627 Beginn ab sofort)
In dieser Arbeit wird ein multispektrales Messsystem zur Echtzeit-Charakterisierung von Mehl weiterentwickelt. Im Rahmen dieser Bachelor-/Masterarbeit werden multispektrale Bilddaten mit dem bestehendem Versuchstand aufgezeichnet und mittels bestehender Methoden analysiert. Dafür werden handelsübliche (Type 405), industrielle (Type 550) und modifizierte Mehlproben mit dem spektralen Versuchstand sowie mit Standard-Mehlanalytik vermessen. Die Ergebnisse werden für die Erstellung von Fingerprints für bestimmte Mehleigenschaften (insb. Glutengehalt) und für die Weiterentwicklung des multispektralen Messsystems genutzt.
Einsatz von Thermografie bei der Darre
(Master-/Bachelor-/Diplomarbeit, Betreuer Ronny Takacs, 08161/71-2627 Beginn ab sofort)
Das Darren stellt bei der Malzherstellung einen zentralen Prozessschritt dar, bei welchem die Eigenschaften des Malzes irreversibel fixiert werden. Ebenso stellt das Darren durch den hohen Energieverbrauch einen der energieintensivsten Teilprozesse des Mälzens dar, welche in der Praxis durch simple, nicht auf das Produkt adaptierbare, Steuerungskonzepte kontrolliert wird. In der Literatur wird ein Energieverbrauch von 2404 MJ/t Malz beim Schwelken, 732 MJ/t Malz beim Aufheizen, 886 MJ/t Malz beim Ausdarren angegeben. Die Steuerung eines solchen Darrprozesses mit Hinblick auf hohe Produktivität (z.B. Ausbeuten, hohe Qualität) setzt hohe Anforderungen an die Mess- und Regelungstechnik. Typischerweise werden in entsprechenden Systemen eine Vielzahl von Größen (Temperatur, Ventilatorleistung, Druck) online erfasst und für die Überwachung und teilweise für die Prozesssteuerung verwendet. Jedoch existieren keine Konzepte, welche konkrete Produkteigenschaften sowie -kinetiken quantitativ in Betracht ziehen.
Entwicklung einer ultraschallbasierten Methode zur Überwachung von CIP-Prozessen
(Bachelor-/Masterarbeit, Betreuer Michael Metzenmacher, 08161/71-3849, Beginn ab sofort)
Die qualitative Bestimmung des Reinigungserfolges nach CIP-Prozessen erfordert durch die fortschreitende Automatisierung von Anlagen zunehmend inlinefähige Methoden. In dieser Arbeit soll ein bestehender Versuchsstand adaptiert werden, welcher eine ultraschallbasierte Messung von Verschmutzungen in einem Rohrsystem mittels Oberflächenwellen ermöglicht. Definierte Referenzverschmutzungsmatrices werden danach etabliert und deren Einfluss auf die Ultraschallsignale ermittelt. Die Reinigung des Rohrsystems wird sowohl durch Referenzmessungen, als auch durch die ultraschallbasierte Inlinemessung charakterisiert.
Einfluss der Rezepturparameter auf den ohmschen Backprozess und die Brotqualität
(Masterarbeit, Betreuerin Eva Ludwig, 08161/71-3264, Beginn ab Mai 2026)
Das ohmsche Backen ist ein innovatives und energieeffizientes Verfahren zum Backen von Brot. Durch das Anlegen von elektrischem Strom dient der Teig selbst als ohmscher Widerstand und wird abhängig von der angelegten Spannung und der Leitfähigkeit erwärmt. Mit dem Verfahren können Energieeinsparungen bis zu 70 % erzielt werden. Ebenso ermöglicht das Verfahren die Realisation von schnellen Heizraten, wodurch die Krume bereits innerhalb von 2 bis 5 Minuten ausgebacken werden kann. Aufgrund des hohen Wassergehalts im Teig ist die maximale Temperatur auf 100 °C begrenzt, weshalb das Verfahren aktuell vor allem für die Krumenausbildung geeignet ist. Weitere Informationen findest du hier.
Proteinverschiebung in Mehlen mittels triboelektrischer Trennung
(Master-/Bachelorarbeit, Betreuer Martin Heckl, 08161/71-2683, Beginn ab sofort)
Ein wichtiger Faktor für die Qualität von Backwaren ist der Proteingehalt in Mehlen. Dabei ist allerdings nicht nur die Proteinquantität, sondern vor allem die -qualität entscheidend für das Backergebnis. Diese ist allerdings schwer in Kenndaten zu fassen und wird daher hauptsächlich über deren Funktionalität bestimmt. Um die Proteinquantität und -qualität bei der Mehlherstellung einzustellen und zu standardisieren, hat der Müller bisher nur die Möglichkeit, Chargen mit unterschiedlicher Proteinzusammensetzung miteinander zu mischen. Eine Proteinverschiebung während des Zerkleinerungsprozesses ist nur sehr eingeschränkt möglich. Diese limitierte Einflussmöglichkeit auf den Proteingehalt erschwert es Mühlen bisher, standardisierte oder maßgeschneiderte Mehle mit definierter Proteinzusammensetzung anzubieten. Ziel der Abschlussarbeit ist, den Einfluss der triboelektrischen Trennung auf die Zusammensetzung von Mehl zu untersuchen. Dabei liegen vor allem Mehlanalytische sowie Teig- und Backtechnologische Versuche im Fokus. Des Weiteren sollen die Mehleigenschaften (wie z.B. Oberflächenbeschaffenheit der Mehlpartikel) identifiziert werden, die für die Trennung verantwortlich sind.
Enzymaktives Malz als natürliches Additiv in der Brotherstellung
(Master-/Bachelorarbeit/Forschungspraktikum, Betreuerin Carina Stoll, 08161/71-3264, Beginn ab sofort)
Malz dient neben Hopfen, Hefe und Wasser als Grundzutat in der Bierherstellung. Es handelt sich hierbei um ein künstlich zum Keimen gebrachtes und anschließend gedarrtes Getreide, welches in einem kontrollierten Mälzungsprozess hergestellt wird. Dieser Vorgang dient der Bildung sowie der Aktivierung von Enzymen, die unter anderem der Umwandlung von langkettigen Polysacchariden zu Mono- und Disacchariden dienen und so die Erschließung von getreideeigenen Bestandteilen ermöglichen. Neben dem gezielten Einsatz im Brauwesen findet Malz auch seinen Einsatz in der Backwarenindustrie. Hier werden häufig enzyminaktive Malze auf Basis der wertgebenden Inhaltsstoffe, wie etwa Kohlenhydrate und Aminosäuren, zur Aromabildung und Farbgebung verwendet. Ebenfalls Verwendung finden enzymaktive Malze. Hier wird jedoch längst nicht das volle Potential ausgeschöpft. Durch den gezielten Einsatz von enzymaktiven Backmalzen könnten weitere positive Effekte auf die Teigstrukturbildung, -Verarbeitung und Backwarenqualität erzielt werden. Ziel der Arbeiten ist es, den Zusammenhang zwischen dem funktionellen Einfluss enzymaktiver, weizenbasierter Malze auf die Teigstruktur, -verarbeitung und Weizenbrotqualität zu untersuchen und daraus die gezielte Optimierung des Mälzungsregimes vorzunehmen, um abschließend ein optimales, enzymaktives Backmalz zu erhalten.
Einfluss von Hitze- und Trockenstress auf die Kettenlängenverteilung von Amylopektin in Braugerste mittels AF4
Diplom-/Bachelorarbeit, Betreuerin Veronika Franz, Start: so bald wie möglich)
Gerstenstärke setzt sich aus den Polysacchariden Amylopektin und Amylose zusammen. Deren Verhältnis und molekularer Aufbau beeinflussen das Verkleisterungsverhalten der Stärke maßgeblich und sind damit von zentraler Bedeutung für die Brauqualität. Da die Stärkesynthese in der Gerste ein komplexer enzymatischer Prozess ist, reagiert sie sensibel auf äußere Einflüsse: Umweltfaktoren wie Hitze- und Trockenstress können die Struktur der gebildeten Stärke signifikant verändern.
Ziel dieser Abschlussarbeit ist es, das Amylose-Amylopektin-Verhältnis sowie die Feinstruktur des Amylopektins mittels Asymmetrischer Fluss-Feld-Fluss-Fraktionierung (AF4) zu untersuchen. Dafür wird Stärke aus Braugerste extrahiert, die zuvor unter kontrolliertem abiotischem Stress kultiviert wurde. Zur detaillierten Analyse der Kettenlängenverteilung des Amylopektins erfolgt zusätzlich ein Isoamylase-Verdau.
Die Untersuchung dieser hitze- und trockenstressbedingten Strukturänderungen auf molekularer Ebene trägt wesentlich zum Verständnis der Stärkebiosynthese bei. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als wichtige Grundlage, um kritische Gene für die Züchtung klimatoleranter Braugersten zu identifizieren.
Analyse der Stärkekornbildung in Braugerste unter abiotischem Stress mittels CLSM
(Diplom-/Bachelorarbeit, Betreuerin Veronika Franz, Start: so bald wie möglich)
Die Stärkesynthese in Gerste ist ein komplexer Ablauf enzymatischer Prozesse und stark abhängig von äußeren Einflüssen, wie beispielsweise Hitze- und Trockenstress. Bislang wurde der Effekt von abiotischem Stress zum Großteil an abgereifter Stärke analysiert, jedoch fehlt Wissen über die regulatorischen Vorgänge, die zu einer veränderten Stärkestruktur führen. Zu diesen Strukturänderungen zählt auch eine Verschiebung der Größenverteilung der Stärkekörner.
Ziel der Arbeit ist die Untersuchung der Stärkekorn-Bildung mittels Confocaler Laser Scanning Microscopy. Dazu soll zunächst die Bildgenerierung und Auswertung optimiert werden. Anschließend werden Gerstenproben aus verschiedenen Wachstumsstadien analysiert, welche unter Hitze- und Trockenstress kultiviert wurden, um den Einfluss von abiotischen Stressbedingungen auf Wachstumsrate und Größenverteilung der Stärkekörner zu untersuchen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse können zum Verständnis der regulatorischen Antwort der Gerste auf abiotischen Stress beitragen.
Konstruktion und Entwurfsvariationen für eine trommelbasierte Kleinmälzerei
(Bachelor- oder Masterarbeit, Betreuer Christoph Neugrodda/Thomas Becker)
Die Bereitstellung von qualitativ hochwertigem Braugetreide wird aufgrund des Klimawandels zunehmend anspruchsvoller, insbesondere da die Getreidesorten eine Mälzung durchlaufen sollen. Im Rahmen einer konzeptionellen Neuentwicklung ist die Konstruktion einer vollautomatischen Kleinmälzungsanlage geplant, mit der flexibel mehrere Mälzungstrommeln unabhängig voneinander betrieben werden können. Die Anlage soll alle nötigen Schritte des Weichens, des Keimens und das Darren in einer Trommel ermöglichen. Dabei soll höchste Reproduzierbarkeit bei hoher Flexibilität gegeben sein.
Im Rahmen der studentischen Abschlussarbeit soll auf Basis existierender Grundvorschläge verschiedene Konstruktions- und Variationsvorschläge mittels CAD (z. B. SolidWorks oder Inventor) für die Trommeln modelliert und deren Realisierungsmöglichkeiten abgeschätzt werden. Als Voraussetzungen werden Interesse für konstruktive/kreative Ingenieursarbeiten und zumindest Grundkenntnisse im Umgang mit Solidwords oder Inventor gesehen.
Automatische Generierung von Steuerungscode mithilfe großer Sprachmodelle
(Masterarbeit, Betreuer Nikolai Striffler 08161/71-4887, Beginn ab sofort)
Die Entwicklung neuer Produktionsanlagen in der Lebensmittelverfahrenstechnik wird zunehmend komplex. Die Automatisierung schreitet unaufhörlich voran und nimmt einen immer größeren Anteil am Entwicklungsaufwand ein, stößt aufgrund des steigenden Fachkräftemangels aber zunehmend an ihre Grenzen. Daher sind neue Ansätze erforderlich, um die Automatisierung schnell, einfach und effizient entwickeln zu können. Enormes Potenzial bieten hierbei sogenannte Large Language Models (LLMs), die nahezu alle Lebensbereiche nachhaltig verändern dürften und auch in der Automatisierung bahnbrechende Möglichkeiten eröffnen.
Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen der Masterarbeit ein Konzept für die automatisierte Generierung von Steuerungscode für speicherprogrammierbare Steuerungen mittels LLMs erarbeitet, programmiertechnisch umgesetzt und wissenschaftlich bewertet werden. Ausgehend von vorliegenden modularen Anlagenplanungsdaten sollen über eine Programmierschnittstelle die Fähigkeiten des LLMs genutzt werden, um mittels geeigneter Prozessbeschreibungen eine automatisierte Codegenerierung zu ermöglichen.
Die Masterarbeit ist Teil des Forschungsprojekts virtASI, das vom auf dem Wissenschaftscampus Weihenstephan ansässigen Technologieunternehmens Gimbio GmbH gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie und weiteren Industrieunternehmen vorangetrieben wird. Die Ausarbeitung der Masterarbeit wird von der Fa. Gimbio und der Arbeitsgruppe für Intelligente Produktionssysteme gemeinsam betreut.
Anforderungen:
- Grundkenntnisse in der Automatisierung (z. B. durch Vorlesung und/oder Praktikum Automatisierungstechnik)
- Grundkenntnisse in der Programmierung sind wünschenswert
- Bereitschaft, Neues zu lernen
- Selbstständige Arbeitsweise
MappKIng
(Bachelor-/Masterarbeit Betreuer Matthias Staiger, 08161/71-3580, Beginn ab sofort)
Für den Bereich des Maschinenbau - Lebensmittel suchen wir in Kooperation mit renommierten Industrieunternehmen, für den Zeitraum von 3 - 6 Monaten, eine/n Studenten/in der/die eine Abschlussarbeit in der Praxis schreiben möchte. Deine Aufgabe wird die Erstellung eines Anforderungsprofils von Lebensmittelproduzenten an Maschinenhersteller zum Thema „Welche Industrie 4.0 Anforderungen bestehen“ sein. Die Ergebnisse gehen direkt ein in die Produktentwicklung einer neuen KI-gestützten Industrie 4.0 Anwendung.
Du beschäftigst Dich dabei entweder klassisch mit den Methoden der Portfolioanalyse, Marktanalyse, Kundenbefragung und Geschäftsmodellentwicklung. Oder Du überzeugst uns mit neuen Ideen und Ansätze die Du ausprobieren möchtest.
Im Rahmen deiner Praxistätigkeit bekommst du dabei Einsichten in neuste Maschinenbau und IT-Technologie im Bereich der Lebensmitteltechnik, lernst den Stand der Branche kennen und bekommst Themenübergreifend praktische Erfahrung.